Jahresabschluss-Routine – das Dezember/Jänner-Programm
Das Jahresende ist für viele Selbstständige und KMU eine nervige Zeit: alles muss fertig, Belege müssen sortiert, der Steuerberater will Unterlagen. Mit einer klaren Routine über Dezember und Januar lässt sich der Stress überschaubar halten – und gleichzeitig die Grundlage für ein fokussiertes neues Jahr legen.
Die zwei Phasen: Dezember vs. Januar
- Dezember (letztes Drittel): Aufräumen, Belege sortieren, letzte Rechnungen stellen, Inventur, Sachgeschenke abrechnen
- Januar (erste zwei Wochen): Auswertungen, Jahresrückblick, Jahresplanung, Steuerberater-Paket
Trennung ist wichtig: im Dezember den Rückstand beseitigen, im Januar strategisch nach vorn schauen.
Dezember-Checkliste
- Alle offenen Angebote nachfassen – was wird noch dieses Jahr
- Letzte Rechnungen rechtzeitig stellen (damit sie noch im alten Jahr eingehen)
- Ausgehende Zahlungen prüfen (Verbindlichkeiten abbauen, wenn Liquidität erlaubt)
- Inventur vorbereiten und durchführen (siehe Inventur-Artikel)
- Alle Belege des Jahres sortieren und archivieren
- Offene Forderungen mahnen / Inkasso
- Kleinbetragsrechnungen und Barbelege einsortieren
- Jahresurlaub-Reste mit Mitarbeitern klären
Januar-Checkliste
- Jahresauswertung erstellen: Umsatz, Gewinn, Entwicklung vs. Vorjahr
- Jahresrückblick mit Team (oder für sich): was war gut, was nicht?
- Jahresplanung fürs neue Jahr (siehe OKRs light)
- Steuerberater-Paket erstellen und übergeben
- Budget fürs neue Jahr planen
- Neue Ziele mit Team besprechen
- Fixkosten-Check (jährliche Routine, siehe eigener Post)
- Preise überprüfen und ggf. anpassen
Das Steuerberater-Paket
Damit der Steuerberater effizient arbeiten kann:
- Alle Rechnungen (Eingang + Ausgang) des Jahres
- Bankauszüge / Kassabuch
- Inventurliste
- Belege nach Kategorien sortiert
- Offene Forderungen zum Stichtag
- Besondere Ereignisse (größere Investitionen, Abschreibungen, Sonderabschreibungen)
Wer das digital und sortiert abgibt, zahlt oft 20–30 % weniger Steuerberater-Honorar als der Kollege mit Schuhkarton voller Belege.
Der Jahresrückblick
Persönlich oder im Team:
- Top 3 Erfolge des Jahres
- Top 3 Lessons (gelernt, auch aus Misserfolgen)
- Was war anders als geplant?
- Was wird besser im nächsten Jahr?
Nicht als schlaue Selbstkritik, sondern als ehrliche Reflexion. Die Erkenntnisse sind Gold fürs nächste Jahr.
In infinia: Jahresabschluss digital unterstützen
- Inventur-Modul: Bestände aufnehmen, Lagerwert ermitteln
- Steuerberater-Export: alle Rechnungen mit CSV auf Knopfdruck
- Jahresauswertung: Umsatz, Kunden, Artikel auf einen Blick
- ABC-Analyse: welche Kunden/Artikel waren die Bringer?
- Dokumenten-Archiv: alle Belege digital verfügbar
Fazit
Der Jahresabschluss muss kein Horror sein. Mit klarer Trennung zwischen Aufräumen (Dezember) und Strategie (Januar) wird es überschaubar. Und wer jedes Jahr die gleiche Routine durchzieht, wird von Jahr zu Jahr schneller – weil Strukturen da sind und nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen.
Häufige Fragen
Soll ich früher als Dezember anfangen?
November kann schon beginnen (offene Rechnungen mahnen, Belege laufend archivieren). Hektik entsteht nur, wenn alles auf die letzten 2 Wochen geschoben wird.
Was, wenn ich keinen Steuerberater habe?
Dann ist der Prozess derselbe, nur Eigenverantwortung höher. Struktur bleibt die gleiche, Abgabe der Unterlagen nicht extern.
Wie lange dauert der Jahresabschluss realistisch?
Solo-Selbstständiger: 1–3 Tage reine Arbeitszeit. Kleinbetrieb 5–10 Mitarbeiter: 1 Woche. Gut, wenn man das plant.
Weniger Aufwand, mehr Zeit für dein Geschäft.
infinia bündelt Angebote, Rechnungen, Lager und Kundenverwaltung in einer Anwendung. Made in Austria.
